Bach, Johann Sebastian (1685–1750)

Weimarer Passion BWV deest; BC D 1

Passion (Good Friday)


Scoring
unknown (possibly: S solo, T solo, B solo, S, A, T, B, traverse flute I, traverse flute II, oboe I, oboe II, violin I, violin II, viola, basso continuo (?))
Early performances
Comment
Wahrscheinlich führte Bach in 1717 bei Gothaer Hof eine Passionsmusik auf. (vgl. Am 12. April 1717 erfolgte in Gotha eine Zahlung von 12 Talern an den "Concert Meister Bachen".)
Daher ist es denkbar, dass er damals tätsächlich seine eigene Passionmusik neu komponierte. (vgl. Einem Hinweis bei C. L. Hilgenfeldt nach könnte eine der fünf Passionen Bachs "im Jahre 1717 componirt" worden sein.) Text und Musik dieser Passion sind verschollen.
Sie soll keine Oratorische Passion gewesen sein, weil sie in Bachs frühen Leipziger Jahren nicht wiederaufgeführt wurde, anders als "Kaisers" Markuspassion.

Die verschollene Weimarer Passion hätte vielleicht folgende Sätze (aus BWV 245, Fassung 2) enthalten haben [Satzzählung nach NBA II/4, S. 206-258]:
zwei Choralchosätze: Satz 1[II] = BWV 244/29 in Es, Satz 40[II] = BWV 23/4;
drei Arien: Satz 11+, 13[II], 19[II] = BWV 245a, 245b, 245c;
außerdem auch BWV 283 (s. BC D 1) und BWV 55/3 (s. Lit. Glöckner).
Es ist aber umstritten, ob es sich bei den Sätze (außer BWV 23/4) wirklich um Weimarer Kompositionen handelt.

Lit.: BC D 1; NBA II/4 KB (A. Mendel, 1974), S. 172f.; C. A. Hilgenfeldt, 1850, S. 113f.; A. Dürr, in: BJ 1950/51, S. 92ff.; A. Glöckner, in: BJ 1977, S. 97ff.; E.-M. Ranft, in BJ 1985, S. 165f.; A. Glöckner, in: LBBF 1, S. 33ff.
Source
Es sind keine handschriftlichen Quellen überliefert.
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