Bach, Johann Sebastian (1685–1750)GND
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Dem Gerechten muss das Licht [späteste Fassung]

Dichter unbekannt; Satz 1: Psalm 97,11–12; Satz 6: Strophe 1 aus „Nun danket all und bringet Ehr“ (1647) von Paul Gerhardt (1607-1676).

Erster Teil


1. CHOR
Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen.
Ihr Gerechten, freuet euch des Herrn und danket ihm und preiset seine Heiligkeit.


2. REZITATIV (B)

Dem Freudenlicht gerechter Frommen
Muss stets ein neuer Zuwachs kommen,
Der Wohl und Glück bei ihnen mehrt.
Auch diesem neuen Paar,
An dem man so Gerechtigkeit
Als Tugend ehrt,
Ist heut ein Freudenlicht bereit,
Das stellet neues Wohlsein dar.
O! ein erwünscht Verbinden!
So können zwei ihr Glück, eins an dem andern, finden.


3. ARIA (B)

Rühmet Gottes Güt und Treu!
Rühmet ihn mit reger Freude,
Preiset Gott, Verlobten beide!
Denn eur heutiges Verbinden
Lässt euch lauter Segen finden,
Licht und Freude werden neu.


4. REZITATIV (S)

Wohlan, so knüpfet denn ein Band,
Das so viel Wohlsein prophezeihet.
Des Priesters Hand
Wird jetzt den Segen
Auf euren Ehestand,
Auf eure Scheitel legen.
Und wenn des Segens Kraft hinfort an euch gedeihet
So rühmt des Höchsten Vaterhand!
Er knüpfte selbst eur Liebesband
Und ließ das, was er angefangen,
Auch ein erwünschtes End erlangen.


5. CHOR

Wir kommen, deine Heiligkeit,
Unendlich großer Gott, zu preisen.
Der Anfang rührt von deinen Händen,
Durch Allmacht kannst du es vollenden
Und deinen Segen kräftig weisen.



Zweiter Teil


6. CHORAL

Nun danket all und bringet Ehr,
Ihr Menschen in der Welt,
Dem, dessen Lob der Engel Heer
Im Himmel stets vermeldt.

Ermuntert euch und singt mit Schall
Gott, unserm höchsten Gut,
Der seine Wunder überall
Und große Dinge tut!