Bach, Johann Sebastian (1685–1750)
Zurück zur Gesamtansicht

Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte

Christian Friedrich Henrici (Picander) (1700–1764); Martin Schalling d. J. (1532–1608)
Picander (Leipzig 1728/1732, "Cantaten auf die Sonn- und Fest-Tage"); Satz 5: Strophe 1 aus „Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“ von Martin Schalling (1569)

1. SINFONIA


2. ARIA (A)

Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte,
Er hat mich auch am höchsten lieb.
Gott allein
Soll der Schatz der Seele sein,
Da hab ich die ewige Quelle der Güte.


3. REZITATIV (T)

O Liebe, welcher keine gleich!
O unschätzbares Lösegeld!
Der Vater hat des Kindes Leben
Vor Sünder in den Tod gegeben
Und alle, die das Himmelreich
Verscherzet und verloren,
Zur Seligkeit erkoren.
Also hat Gott die Welt geliebt!
Mein Herz, das merke dir
Und stärke dich mit diesen Worten;
Vor diesem mächtigen Panier
Erzittern selbst die Höllenpforten.


4. ARIA (B)

Greifet zu,
Fasst das Heil, ihr Glaubenshände!
Jesus gibt sein Himmelreich
Und verlangt nur das von euch:
Gläubt getreu bis an das Ende!


5. CHORAL

Herzlich lieb hab ich dich, o Herr;
Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern
Mit deiner Hülf und Gnaden.
Die ganze Welt erfreut mich nicht,
Nach Himml und Erden frag ich nicht,
Wenn ich dich nur kann haben.
Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht,
So bist du doch mein Zuversicht,
Mein Heil und meines Herzens Trost,
Der mich durch sein Blut hat erlöst.
Herr Jesu Christ,
Mein Gott und Herr, mein Gott und Herr,
In Schanden lass mich nimmermehr!