O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe BWV 34a; BC B 13
Kantate

 

O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe

unbekannt

Erster Teil


1. CHOR

O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe,
Entzünde der Herzen geweihten Altar!
Lass himmlische Flammen durchdringen und wallen,
Ach lass doch auf dieses vereinigte Paar,
Die Funken der edelsten Regungen fallen!


2. REZITATIV (B)

Wie, dass der Liebe hohe Kraft
In derer Menschen Seelen
Ein Himmelreich auf Erden schafft?
Was ziehet dich, o höchstes Wesen,
Der Liebe Wirkung zu erwählen?
Ein Herz zur Wohnung auszulesen?


3. ARIA (T); REZITATIV (A)

Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den Herren fürchtet.
Wo dringt der Geist mit Glaubensaugen hin?
Wo suchet er des Segens Quellen,
Die treuer Seelen Ehestand
Als ein gesegnetes, gelobtes Land
Vermögen darzustellen?
Der Herr wird dich segnen aus Zion,
Was aber hat dein Gott dir zugedacht,
Dir, dessen Fleiß in Gottes Hause wacht?
Was wird der Dienst der heilgen Hütten
Auf dich vor Segen schütten?
Dass du sehest das Glück Jerusalems dein Lebelang,
Weil Zion Wohl zuerst dein Herze rührt,
Wird sich auch irdisches Vergnügen
Nach deines Herzens Wunsche fügen,
Da Gott ein auserwähltes Kind dir zugeführt,
Dass du in ungezählten Jahren
Verneutes Wohlsein mögst erfahren.
Und sehest deiner Kinder Kinder.
So rufen wir zur Segensstunde
Von Herzen mit vereintem Munde:


4. CHOR

Friede über Israel!
Eilt zu denen heilgen Stufen,
Eilt, der Höchste neigt sein Ohr!
Unser Wünschen dringt hervor,
Friede über Israel,
Friede über euch zu rufen.



Zweiter Teil


5. ARIA (A)

Wohl euch, ihr auserwählten Schafe,
Die ein getreuer Jakob liebt!
Sein Lohn wird dort am größten werden,
Den ihm der Herr bereits auf Erden
Durch seiner Rahel Anmut gibt.


6. REZITATIV (S)

Das ist vor dich, o ehrenwürdger Mann,
Die edelste Belohnung,
So dich vergnügen kann.
Gott, der von Ewigkeit die Liebe selber hieß
Und durch ein tugendhaftes Kind dein Herze rühren ließ,
Erfülle nun mit Segen deine Wohnung,
Dass sie wie Obed Edoms sei,
Und lege Kraft dem Segensworte bei!


7. CHOR

Gib, höchster Gott, auch hier dem Worte Kraft,
Das so viel Heil bei deinem Volke schafft:
Der Herr segne dich und behüte dich!
Es müsse ja auf den zurücke fallen,
Der solches lässt an heilger Stätte schallen:
Der Herr erleuchte sein Angesicht über dich und sei dir gnädig!
Sein Dienst, so stets am Heiligtume baut,
Macht, dass der Herr mit Gnaden auf ihn schaut.
Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Friede!
Der Herr, von dem die keuschen Flammen kamen,
Erhalte sie und spreche kräftig Amen!