Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe BWV 25; BC A 129
Kantate

 

Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

unbekannt, wenige Parallelen zu einem Text von J. J. Rambach (Geistliche Poesien, 1720).

1. CHOR

Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Dräuen und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner Sünde.


2. REZITATIV (T)

Die ganze Welt ist nur ein Hospital,
Wo Menschen von unzählbar großer Zahl
Und auch die Kinder in der Wiegen
An Krankheit hart darniederliegen.
Den einen quälet in der Brust
Ein hitzges Fieber böser Lust;
Der andre lieget krank
An eigner Ehre hässlichem Gestank;
Den dritten zehrt die Geldsucht ab
Und stürzt ihn vor der Zeit ins Grab.
Der erste Fall hat jedermann beflecket
Und mit dem Sündenaussatz angestecket.
Ach! dieses Gift durchwühlt auch meine Glieder.
Wo find ich Armer Arzenei?
Wer stehet mir in meinem Elend bei?
Wer ist mein Arzt, wer hilft mir wieder?


3. ARIA (B)

Ach, wo hol ich Armer Rat?
Meinen Aussatz, meine Beulen
Kann kein Kraut noch Pflaster heilen
Als die Salb aus Gilead.
Du, mein Arzt, Herr Jesu, nur
Weißt die beste Seelenkur.


4. REZITATIV (S)

O Jesu, lieber Meister,
Zu dir flieh ich;
Ach, stärke die geschwächten Lebensgeister!
Erbarme dich,
Du Arzt und Helfer aller Kranken,
Verstoß mich nicht
Von deinem Angesicht!
Mein Heiland, mache mich von Sündenaussatz rein,
So will ich dir
Mein ganzes Herz dafür
Zum steten Opfer weihn
Und lebenslang vor deine Hülfe danken.


5. ARIA (S)

Öffne meinen schlechten Liedern,
Jesu, dein Genadenohr!
Wenn ich dort im höhern Chor
Werde mit den Engeln singen,
Soll mein Danklied besser klingen.


6. CHORAL

Ich will alle meine Tage
Rühmen deine starke Hand,
Dass du meine Plag und Klage
Hast so herzlich abgewandt.
Nicht nur in der Sterblichkeit
Soll dein Ruhm sein ausgebreit':
Ich wills auch hernach erweisen
Und dort ewiglich dich preisen.